Verbale Dyspraxie

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Verbale Dyspraxie 2017-03-08T12:39:50+00:00

Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)

Die VED ist eine Störung der Sprechbewegungsplanung und -programmierung. Betroffene Kinder sind nicht oder nur eingeschränkt in der Lage, die Artikulationsorgane für eine geplante Äußerung bewusst und kontrolliert einzusetzen.

Die VED wirkt sich auf das gesamte sich gerade entfaltende Sprachsystem aus. Denn nicht nur der Aufbau des Lautinventars, sondern auch die Automatisierung der Sprechbewegungsmuster wird gestört. Es geglingt dem Kind nicht oder nur teilweise, einzele Laute zu einem Wort mit einander zu verbinden. In Folge dessen wird auch die Entwicklung der Satzstrukturen gestört.

 

Symptome

  • „Stille Babys“
  • Extrem verspäteter Sprechbeginn
  • Kommunikationsversuche über Zeigen, Mimik und Gesten
  • Phantasiesprache / Vokalsprache
  • Verlust bereits beherrschter Laute oder Wörter
  • Probleme mit der Nahrungsaufnahme im Säuglingsalter, evtl. anhaltende Schluckschwierigkeiten oder Vorlieben für bestimmte (harte oder weiche) Nahrungsmittel
  • Auffälligkeiten in der Entwicklung der Groß- und Feinmotorik (ungeschickte Kinder, Stolperkinder)
  • Eingeschränkte Verständlichkeit, variierend von leichten Schwierigkeiten mit einzelnen wenigen Lauten bis zu vollkommener Unverständlichkeit
  • Suchbewegungen oder stilles Positionieren der Artikulatoren vor oder während einer Äußerung
  • Es können „Inseln der Verständlichkeit“ auftreten: einzelne Wörter oder  auch Sätze werden plötzlich gesprochen, können aber vom Kind nicht wiederholt werden.
  • In sehr schweren Fällen kommt es zum dyspraktischen Mutismus (nicht sprechendes Kind)
  • Das Sprachverständnis ist oft deutlich besser als die verbalen Sprachleistungen
  • Dadurch entwickeln die Kinder ein hohes Störungsbewusstsein und durch die gute Problemwahrnehmung eine schnelle Frustration
  • Die Kinder sind grundsätzlich kommunikationsfreudig, ziehen sich bei anhaltenden Schwierigkeiten immer mehr zurück oder zeigen aggressives oder extrem albernes Verhalten.
  • Phonetische bzw. phonologische Therapiemethoden zeigen keine anhaltende Wirkung. Oft wurden Kinder schon Jahre lang therapiert ohne dass nennenswerte Verbesserungen auftraten.
  • Nach Einsetzen einer angemessener Therapie zeigen die Kinder in der Regel schnell eine hohe intrinsische Motivation.

 

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