Orofaziale / Myofunktionelle Störungen

Eine orofaziale bzw. myofunktionelle Störung ist eine Störung der Funktion der Muskeln im Gesicht und im Mund.

Dies wird deutlich durch einen dauerhaft fehlenden Mundschluss, ein falsches Schluckmuster (die Zunge stößt beim Schlucken gegen oder zwischen die Zähne) und eine generelle Vorverlagerung der Zunge (auch in Ruhe). Oft lässt sich zusätzlich eine Fehlbildung der Zischlaute („s“, „sch“) feststellen.

Bei einigen Kindern tritt ein starker Speichelfluss auf. Auch können Probleme bei der Nahrungsaufnahme entstehen.

Eine orofaziale Störung kann durch den permanenten Druck, den die Zunge auf die Zähne ausübt, Zahnfehlstellungen zur Folge haben. Aus diesem Grund wird die orofazialeTherapie meist von Kieferorthopäden verordnet, um eine Behandlung der Zahnfehlstellung vorzubereiten oder zu unterstützen.

In der logopädischen Therapie werden zunächst unter Einbeziehung der Gesamtkörperspannung die Wahrnehmung und Muskulatur im Gesicht und im Mund durch spezielle Übungen trainiert. Anschließend wird das korrekte Schluckmuster erarbeitet und stabilisiert.

Bei Kindern mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung können Ziele ein verbesserter Mundschluss, eine Verringerung des Speichelflusses, oder die Erarbeitung eines möglichst physiologischen Schluckaktes aber auch die Anbahnung oder Verbesserung der oralen Nahrungsaufnahme sein.

Außer der klassischen myofunktionellen Therapie nach A. Kittel bieten wir:

  • orofaziale Regulationsübungen nach Padovan und Castillo Morales
  • Mund- Ess- und Trinktherapie nach Susanne Renk
  • Neurofunktions!Therapie (NF!T)
  • Fazio-orale Trakt-Therapie
  • K-Taping-Therapie