Dysarthrophonie

Als Dysarthrophonie (kurz: Dysarthrie) bezeichnet man eine Sprechstörung, die nach abgeschlossenem Spracherwerb auftritt und neurologische Ursachen hat (z.B. einen Schlaganfall oder eine neurologische Erkrankung wie Parkinson).

Neben der Artikulation (der Lautbildung) können auch die Atmung und die Stimmgebung des betroffenen Patienten gestört sein.

Dysarthrophonien treten häufig auf in Kombination mit einer Aphasie und/oder einer Sprechapraxie (siehe unten). Dysarthrophonien werden kategorisiert nach dem Ort ihrer Entstehung, sowie nach der Art der sich ergebenden Bewegungsstörung.

In der Therapie wird die Muskelspannung im Gesicht, im Mund und im Schulter-Nacken-Bereich auf ein normales Maß gebracht, d.h. erhöhte Muskelspannung wird reduziert, bei zu niedriger Spannung der Muskulatur wird diese aufgebaut.

Durch Atemübungen wird die Atmung vertieft und in einen gesunden Rhythmus gebracht, die Ausatemdauer wird verlängert.

Die Aussprache wird durch Artikulationsübungen verbessert. Das Sprechtempo und die Lautstärke werden auf ein gesundes Maß gebracht.

Unterstützend zur klassischen Dysarthophoniebehandlung bieten wir die K-Taping Therapie an, zur Verbesserung der Muskelfunktion, Muskelspannung und Atmung.

Sprechapraxie

Bei einer Sprechapraxie handelt es sich um eine Planungsstörung, d.h. betroffene Patienten können Bewegungen, die zum Aussprechen bestimmter Laute notwendig sind, nicht mehr willentlich abrufen. Die am Sprechen beteiligten organe sind aber in ihrer Funktion nicht eingeschränkt.

Eine Sprechapraxie tritt meist auf in Kombination mit einer Aphasie.

In unserer Praxis bieten wir auch die Sprechapraxie-Therapie nach der Methode SpAT in Kombination mit MODAK an.