Aphasie

Als Aphasie werden Sprachstörungen bezeichnet, die nach abgeschlossenem Spracherwerb auftreten, und durch eine Schädigung des Gehirns verursacht werden (z.B. durch einen Schlaganfall, einen Unfall oder Erkrankungen wie einen Hirntumor oder Alzheimer).

Betroffen von dieser Sprachstörung sind beispielsweise die Wortfindung, die Bildung grammatisch korrekter Sätze, aber auch das Sprachverständnis sowie das Lesen und Schreiben. Aphasien können in Kombination mit einer Dysarthrie und /oder eine Sprechapraxie auftreten (siehe Sprechstörungen).

Eine Aphasie wird nach ihren Leitsymptomen und dem Schweregrad in sogenannten Syndromen zusammengefasst:

  • Amnestische Aphasie
  • Broca Aphasie
  • Wernicke Aphasie
  • Globale Aphasie
  • Transkortikale Aphasie
  • Leitungsaphasie

In der modernen Aphasieforschung und -therapie wird mehr und mehr dazu übergegangen, symptomorientiert zu arbeiten, d.h. die individuelle Kombination von sprachlichen Schwierigkeiten des einzelnen Patienten wird analysiert, und ein speziell auf ihn zugeschnittenes Therapiekonzept wird entwickelt. Durch eine so gezielte Förderung lassen sich oft deutliche Fortschritte für die kommunikativen Fähigkeiten des Patienten erreichen.