Der Weg in eine Praxis für Logopädie ist aus unserer Erfahrung am Anfang mit vielen Fragen verbunden. Die häufigsten Fragen und Antworten darauf haben wir nachfolgend für Sie zusammen gestellt.

Gerne können Sie Ihre ganz persönlichen Fragen mit uns telefonisch oder per Email klären. Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an.

Der Weg in die logopädische Praxis – Wer darf die Therapie verordnen?

Die Logopädin gehört zu den Heilmittelerbringern, das heißt, sie arbeitet auf Weisung des Arztes (Kinderarzt; Hals-, Nasen- und Ohrenarzt; Neurologe; Kieferorthopäde; Zahnarzt; Allgemeinmediziner). Wenn der Arzt  eine logopädische Therapie für erforderlich hält, stellt er eine Verordnung aus. Die Behandlung kann nun in einer Praxis Ihrer Wahl erfolgen.

Gültigkeit der Verordnung

Nach Ausstellung der Verordnung muss die logopädische Therapie innerhalb von 14 Tagen begonnen werden. Nach Verstreichen dieser 14-Tage-Frist verliert die Verordnung ihre Gültigkeit.

Übernahme der Behandlungskosten durch gesetzliche und private Krankenversicherungen

Die logopädische Behandlung von Kindern und Jugendlichen wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres zu 100% von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Volljährige Patienten sind gemäß §32,2 SGB V zuzahlungspflichtig. Das heißt, sie müssen -wenn keine Befreiung von der Zuzahlungspflicht  vorliegt- je Verordnung 10% der Behandlungskosten zzgl. 10 € Verordnungsgebühren selbst übernehmen.

Privat- und beihilfepflichtigen Patienten wird die logopädische Behandlung, wie eine ärztliche Behandlung auch, direkt in Rechnung gestellt und konform der individuellen Vertragsvereinbarungen mit der privaten Krankenversicherung bzw. der Beihilfe von dieser erstattet. Privat- und Beihilfeversicherte bekommen unsere Vergütungssätze am ersten Behandlungstermin ausgehändigt.

Ausfallgebühr

Wir sind eine reine Bestellpraxis. Das heißt, dass Termine nach vorheriger Vereinbarung stattfinden und der vereinbarte Zeitraum ausschließlich für den jeweiligen Patienten reserviert wird. Bei nicht oder kurzfristig abgesagten Terminen ist es uns daher nicht möglich, den Termin anderweitig zu besetzen. In diesem Fall sind wir laut §615 BGB berechtigt, dem Patienten bzw. seinem gesetzlichen Vertreter eine Ausfallgebühr privat in Rechnung zu stellen. Die genauen Absagebedingungen und Regelungen bzgl. der Ausfallrechnung werden am ersten Behandlungstermin gemeinsam besprochen und im Behandlungsvertrag schriftlich festgehalten.

Anwesenheit eines Elternteils / Angehörigen in der Therapie

Grundsätzlich halten wir es für wichtig, dass während der Behandlung eines Kindes ein Elternteil oder während der Behandlung eines schwer betroffenen neurologischen Patienten ein Angehöriger mit  im Behandlungsraum anwesend ist. Wir möchten Eltern und Angehörige auf diese Weise in die Therapie mit einbeziehen und ihnen damit Möglichkeiten aufzeigen, die Förderung zu Hause fortzusetzen.

Falls aus verschiedenen Gründen die Anwesenheit einer weiteren Person im Therapieraum nicht sinnvoll ist, wird am Ende der Behandlung ausreichend Zeit gewährt, die Therapieinhalte sowie die Übungen für zu Hause bzw. weitere Fragen zu besprechen.

Hausbesuche

Wenn Patienten aus medizinischen Gründen nicht in der Lage sind, in die Praxis zu kommen, kann die logopädische Therapie auch als Hausbesuch erfolgen. Die Notwendigkeit eines Hausbesuches muss vom Arzt auf der Verordnung vermerkt werden.

Logopädische Therapie in Einrichtungen

Kinder mit besonderem Förderbedarf ( „I-Kinder“ ) können auch in Tageseinrichtungen behandelt werden. Das gilt allerdings nur für I-Kinder, die von Montag bis Freitag ganztägig in einer Einrichtung betreut werden. Zu den möglichen Einrichtungen zählen: heilpädagogische / integrative Kindergärten und Förderschulen. Auch Kinder die einen Regelkindergarten besuchen, dürfen nur dann in der Einrichtung behandelt werden, wenn sie einen I-Status besitzen und in der Einrichtung ganztägig betreut werden. Die Behandlung von Regelkindern darf nur in den Praxisräumlichkeiten stattfinden. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann eine Genehmigung der Krankenkasse für die Therapie von Regelkindern in Einrichtungen beantragt werden.