Häufige Fragen (FAQ)

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Häufige Fragen (FAQ) 2017-03-08T12:39:48+00:00

Der Weg in eine Praxis für Logopädie und SI-Mototherapie ist aus unserer Erfahrung am Anfang mit vielen Fragen verbunden. Die häufigsten Fragen und Antworten darauf haben wir nachfolgend für Sie zusammen gestellt.

Gerne können Sie Ihre ganz persönlichen Fragen mit uns telefonisch oder per Email klären. Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an.

Hausaufgaben 2017-03-08T12:39:52+00:00

Damit die Inhalte der logopädischen Therapie auch in der häuslichen Umgebung erprobt und vertieft werden können, bekommen die meisten Patienten (Kinder und Erwachsene) Übungen mit nach Hause. Diese Übungen werden vorher mit den Eltern oder ggf. den Angehörigen besprochen.

Anwesenheit einer Elternteils / Angehörigen während der Therapie 2017-03-08T12:39:51+00:00

Grundsätzlich halten wir es für sehr wichtig, dass während der Behandlung eines Kindes ein Elternteil oder während der Behandlung eines schwer betroffenen neurologischen Patienten ein Angehöriger mit  im Behandlungsraum anwesend ist. Wir möchten Eltern und Angehörige auf diese Weise in die Therapie mit einbeziehen und ihnen damit Möglichkeiten aufzeigen, die Förderung zu Hause fortzusetzen.

Falls aus verschiedenen Gründen die Anwesenheit einer weiteren Person im Therapieraum nicht sinnvoll ist, wird am Ende der Behandlung ausreichend Zeit gewährt, die Therapieinhalte sowie die Hausaufgaben bzw. weitere Fragen zu besprechen.

Dauer einer logopädischen Behandlung 2017-03-08T12:39:51+00:00

Über welchen Zeitraum eine logopädische Behandlung erforderlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Allgemein könnte man sagen, je ausgeprägter die Störung umso länger wird die Therapie voraussichtlich andauern. Es gibt Kinder, die nur kurz „angestupst“ werden müssen, andere brauchen deutlich länger. Das hängt dann oft von den zugrunde liegenden Ursachen der Störung ab. Aber auch Kinder mit schweren Verzögerungen in der Sprachentwicklung sollten nicht über Jahre ununterbrochen therapiert werden. Kinder brauchen von Zeit zu Zeit eine Pause, in der sie das Gelernte verarbeiten und ihre neuen Fähigkeiten im Alltag erproben können. Der richtige Zeitpunkt für eine Therapiepause variiert von Kind zu Kind und sollte gemeinsam durch Arzt, Logopädin und Eltern festgelegt werden.

Eine Ausnahme bildet die logopädische Behandlung neurologisch bedingter Störungen im Erwachsenenalter. Da es sich hierbei um eine Schädigung des vollständig entwickelten Nervensystems handelt, ist je nach Größe der Schädigung schnellstmöglich eine intensive Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich.

Häufigkeit einer logopädischen Behandlung 2017-03-08T12:39:51+00:00

Mit welcher Frequenz (1 oder 2x wöchentlich) eine logopädische Behandlung stattfindet, hängt vom Schweregrad der Störung oder von der Dringlichkeit ihrer Behandlung ab (z.B. wenn die Einschulung ansteht) und wird in erster Instanz vom Arzt festgelegt. Manchmal stellt sich auch erst nach einigen Behandlungseinheiten die Notwendigkeit einer höher- oder niedrigerfrequenten Therapie heraus. Die Logopädin nimmt dann Kontakt mit dem Arzt auf und gemeinsam wird die Frequenz festgelegt.

Beginn einer logopädischen Therapie 2017-03-08T12:39:52+00:00

Man könnte unabhängig vom Alter des Kindes sagen: Sobald Eltern beginnen, sich über die Sprachentwicklung ihres Kindes Sorgen zu machen, besteht die Indikation für ein Gespräch, zunächst mit dem Kinderarzt. Dieser wird das Kind untersuchen und ggf. eine Verordnung für eine Beratung oder eine logopädische Therapie ausstellen. Bei sehr jungen Kindern reicht es oft schon, wenn die Logopädin den Eltern beratend zur Seite steht.

Aber nicht alle Eltern stellen die Sprachauffälligkeiten ihres Kindes selbst fest. Oft haben diese sich so sehr an die Sprechweise des Kindes gewöhnt, dass die fehlenden Laute oder der geringe Wortschatz gar nicht auffallen. Deshalb ist es für alle Kinder sehr wichtig, dass die 9-10 Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden, bei denen die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zum Ende des 5. Lebensjahres vom Kinderarzt begleitet und untersucht wird. Nur so kann gewährleistet werden, dass Ihr Kind bei eventuell auftretenden Sprachauffälligkeiten rechtzeitig behandelt wird!

Hausbesuche 2017-03-08T12:39:52+00:00

Für einen Patienten, der aus medizinischen Gründen nicht in der Lage ist, in die logopädische Praxis zu kommen, kann der Arzt eine Verordnung mit Hausbesuch ausstellen. Die logopädische Therapie kann dann im häuslichen Bereich erfolgen.

Logopädische Therapie ohne ärztliche Verordnung 2017-03-08T12:39:52+00:00

Wenn keine medizinische Notwendigkeit erkennbar ist, darf der Arzt keine Verordnung für eine logopädische Therapie ausstellen. Auf Wunsch des Patienten / der Eltern ist es möglich, eine sprachfördernde Maßnahme oder eine Stimmschulung durchzuführen. Ggf. kann der Arzt eine Unbedenklichkeitserklärung ausstellen. Diese Kosten für diese Maßnahme werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen vom Patienten / von den Eltern selbst getragen werden. Das gilt für alle Versicherungsformen.

Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung 2017-03-08T12:39:52+00:00

Die logopädische Behandlung wird, wie eine ärztliche Behandlung, dem Patienten direkt in Rechnung gestellt und konform der individuellen Vertragsvereinbarungen mit Ihrer Krankenversicherung von dieser erstattet.

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse 2017-03-08T12:39:52+00:00

Wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt, wird die logopädische Behandlung von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr zu 100% von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Patienten ab dem 18. Geburtstag sind gemäß §32,2 SGB V zuzahlungspflichtig. Das heißt, sie müssen –wenn keine Befreiung von der Zuzahlungspflicht  vorliegt- 10% der Behandlungskosten selbst übernehmen

Gültigkeit der Verordnung 2017-03-08T12:39:52+00:00

Nach Ausstellung der Verordnung muss die logopädische Therapie innerhalb von 14 Tagen begonnen werden. Nach Verstreichen dieser 14-Tage-Frist verliert die Verordnung ihre Gültigkeit

Der Weg in die Logopädische Praxis 2016-05-03T15:27:56+00:00

Die Logopädin gehört zu den Heilmittelerbringern, das heißt, sie arbeitet auf Weisung des Arztes. Der Arzt (Kinderarzt; Hals-, Nasen- und Ohrenarzt; Neurologe; Kieferorthopäde; Zahnarzt; Allgemeinmediziner) stellt nach einer Untersuchung die Notwendigkeit einer logopädischen Therapie fest. Hält der Arzt die logopädische Behandlung für erforderlich, stellt er eine Verordnung für die Therapie aus. Die logopädische Behandlung kann nun in einer Praxis Ihrer Wahl erfolgen